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Zinkmangel

Zinkmangel

Zink ist als lebenswichtiges Spurenelement an zahlreichen Stoffwechselvorgängen und biologischen Abläufen beteiligt. Zinkmangel kann dementsprechend vielfältige Folgen haben....

by Kaz Liste Z

Zink ist als lebenswichtiges Spurenelement an zahlreichen Stoffwechselvorgängen und biologischen Abläufen beteiligt. Zinkmangel kann dementsprechend vielfältige Folgen haben. Typisch sind Hautprobleme, Wundheilungsstörungen und eine erhöhte Infektanfälligkeit. Lesen Sie mehr über die Symptome, Ursachen und die Möglichkeiten der Behandlung bzw. Vorbeugung von Zinkmangel.

Definition

Zink gehört zu den essenziellen Spurenelementen. Essenziell bedeutet: Zink ist lebensnotwendig, der Körper kann den Stoff aber nicht selbst produzieren. Deshalb muss Zink von außen, in der Regel mit der Nahrung, zugeführt werden. Ferner gibt es im Organismus keine Speicherorte für das Spurenelement. Wird also weniger Zink aufgenommen als benötigt, können Mangelerscheinungen die Folge sein.

Zinkmangel kann viele Beschwerden verursachen, unter anderem Hautunreinheiten und Ekzeme, brüchige Haare und Nägel, schlecht heilende Wunden, Wachstumsstörungen, Probleme bei der Fortpflanzung oder häufig wiederkehrende Infekte. Diese Vielzahl der Symptome ist darauf zurückzuführen, dass Zink an nahezu allen biologischen Abläufen im Körper beteiligt ist. So ist das Spurenelement Bestandteil vieler Enzyme und übernimmt darüber hinaus eine entscheidende Rolle im Stoffwechsel von Eiweißen, Kohlenhydraten und Fetten.

Überdies ist Zink maßgeblich am Aufbau von Zellen, der Erbsubstanz sowie Sexual- und Schilddrüsenhormonen beteiligt. Außerdem sind eine gesunde Wundheilung, starke Immunabwehr und die Speicherung des hormonähnlichen Stoffs Insulin von einer ausreichenden Zinkversorgung abhängig. Deshalb ist es wichtig, genügend Zink aufzunehmen. Hier erfahren Sie, was Sie bei der Zinkzufuhr beachten müssen und wie Sie Mangelerscheinungen vorbeugen.

Häufigkeit

Laut der Nationalen Verzehrsstudie II (NVS II) nehmen hierzulande 32 Prozent der Männer und 21 Prozent der Frauen weniger Zink über die Nahrung auf, als von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfohlen wird. Am stärksten betroffen sind Männer im Alter von 65 bis 80 Jahren (44%), junge Frauen zwischen 14 und 18 Jahren (28%) sowie ältere Frauen im Alter von 65 bis 80 Jahren (27%). [1] Die vorliegenden Daten beziehen sich jedoch auf den Zeitraum von 2005 bis 2007. Inzwischen wurden die Referenzwerte der DGE angepasst, sodass derzeit keine verlässlichen Aussagen über die aktuelle Zinkversorgung der Bevölkerung getroffen werden können. Die nächsten repräsentativen Ergebnisse von Daten zum Ernährungsverhalten der Bevölkerung (NVS III) sind nicht vor 2025 zu erwarten. [2] Dennoch ist davon auszugehen, dass es auch derzeit etliche Menschen gibt, die nicht ausreichend mit Zink versorgt sind. Das liegt vor allem an der modernen, häufig zinkarmen Ernährung.

Bedarf

Der Bedarf an Zink ist individuell verschieden. Er richtet sich nach Alter, Geschlecht und Vorerkrankungen und variiert ist besonderen Lebenssituationen wie Schwangerschaft und Stillzeit.

2019 hat die Deutsche Gesellschaft für Ernährung neue Referenzwerte herausgegeben. Die aktuellen Empfehlungen orientieren sich nun an der Aufnahme von Phytat – sie sind also ernährungsabhängig. Das hat folgenden Hintergrund: Eine hohe Zufuhr von Phytat kann die Bioverfügbarkeit von Zink reduzieren – und zwar bis zu um 45 Prozent. Je nach individuell zugeführter Phytatmenge (hoch, mittel, niedrig) sollten Frauen pro Tag zwischen 7 und 10 mg und Männer zwischen 11 und 16 mg Zink aufnehmen. Bis 2019 galten Pauschalwerte von 7 mg für Frauen und 10 mg für Männer.

Phytat und Phytinsäure

Phytinsäure ist ein sekundärer Pflanzenstoff, der Mineralstoffe und Spurenelemente wie Phosphat, Kalium, Eisen, Magnesium und Kalzium speichert. Besonders viel Phytinsäure ist in Getreide (Weizen-, Gersten- und Roggenkleie), Hülsenfrüchten (Sojabohnen, Bohnen, Kichererbsen, Lupinen) und Ölsaaten (Nüsse) enthalten.

Wie Pflanzen benötigen auch Menschen Mineralstoffe und Spurenelemente. Diese werden mit der Nahrung aufgenommen und im Dünndarm resorbiert. Anschließend stehen sie dem Organismus zur Verfügung. Hier kommt Phytinsäure bzw. Phytat ins Spiel. Phytat ist das Anion der Phytinsäure. Trifft dieses Molekül auf Spurenelemente wie Zink, bindet es diese im Verdauungstrakt. Einmal gebunden, steht Zink dem Organismus nicht mehr zur Verfügung. Phytinsäure bzw. dessen Salz Phytat verringert also den Anteil an Zink, der vom Körper verwertet werden kann. Dieser Effekt lässt sich auch bei anderen Mineralien beobachten, beispielsweise bei Eisen, Magnesium und Kalzium.

Empfohlene Zinkzufuhr

Wie bereits beschrieben richten sich die Referenzwerte für die täglich empfohlene Zinkaufnahme der DGE nach der Phytataufnahme. Diese wird wie folgt definiert:

Hohe Phytatzufuhr

Als hohe Phytatzufuhr (entsprechend einer Phytataufnahme von 990 mg/Tag bzw. 1,5 mmol/Tag) wird eine Ernährungsweise bezeichnet, bei der in großen Mengen nicht gekeimte oder unfermentierte Vollkornprodukte (zum Beispiel Frischkornbrei) und Hülsenfrüchte (zum Beispiel Soja und Kidneybohnen), jedoch kaum tierische Produkte, verzehrt werden. In dem Fall kann die Phytatzufuhr so hoch sein, dass die Zinkaufnahme deutlich beeinträchtigt wird. Dieser Effekt kann durch Zubereitungsmethoden wie Einweichen, Keimung oder Sauerteiggärung gesenkt werden. Zudem kann die gleichzeitige Zufuhr von tierischem Eiweiß die Bioverfügbarkeit von Zink erhöhen.

Mittlere Phytatzufuhr

Als mittlere Phytatzufuhr (entsprechend einer Phytataufnahme von 660 mg/Tag bzw. 1 mmol/Tag) betrachtet die DGE eine vollwertige Ernährung, die Fleisch und/oder Fisch sowie Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte einschließt. Bei dieser Ernährungsform ist eine ausreichende Zinkaufnahme aus der Nahrung gewährleistet. Das trifft ebenso auf eine vegetarische bzw. vegane Ernährung zu, bei der die Getreideprodukte vorrangig aus Sauerteig oder ausgemahlenem Mehl (zum Beispiel Weißmehl) oder gekeimtem Getreide bestehen.

Niedrige Phytatzufuhr

Eine niedrige Phytataufnahme (entsprechend einer Phytataufnahme von 330 mg/Tag bzw. 0,5 mmol/Tag) ist gegeben, wenn wenig Vollkornprodukte sowie Hülsenfrüchte verzehrt und viele tierische Produkte gegessen werden. Dann kann Zink vom Organismus sehr gut verwertet werden. Allerdings wird diese Ernährungsweise als ernährungsphysiologisch ungünstig beurteilt. Ohne Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte fehlen dem Körper beispielsweise gesundheitsfördernde Ballaststoffe.

Referenzwerte

Gemäß der Deutschen Gesellschaft für Ernährung gelten für die täglich empfohlene Zinkzufuhr aktuell (Stand März 2021) folgende Referenzwerte: [4]

Tab. 1 Empfohlene Zinkzufuhr in mg/Tag für Erwachsene

PhytatzufuhrFrauenMännerNiedrig711Mittel814Hoch1016

Tab. 2 Empfohlene Zinkzufuhr in mg/Tag für Schwangere und Stillende

Phytatzufuhr1. Schwangerschaftsdrittel2. und 3. SchwangerschaftsdrittelStillzeitNiedrig7911Mittel91113Hoch111314

Die empfohlene Zinkaufnahme für Kinder ist unabhängig von der Phytatzufuhr. Das wird damit erklärt, dass laut DGE bei kleinen Kindern kein nennenswerter Einfluss der Phytatzufuhr auf die Zinkabsorption festgestellt wurde.

Tab. 3 Empfohlene Zinkzufuhr in mg/Tag für Kinder und Jugendliche

AlterMädchenJungen0–4 Monate1,54–12 Monate2,51–3 Jahre34–8 Jahre47–9 Jahre610–12 Jahre8913–14 Jahre101215–18 Jahre1114

Symptome

Symptome, die auf einen Zinkmangel zurückzuführen sind, sind vielfältig. Folgende Beschwerden können auf eine unzureichende Zinkversorgung hinweisen: [3, 5]

Allgemeine Symptome

StimmungsschwankungenMüdigkeitSchwächeAntriebslosigkeitKonzentrationsmangelErschöpfung und Depressionen

Symptome an Haut, Haaren und Nägeln

WundheilungsstörungenTrockene schuppende HautEntzündliche Hauterkrankungen (Zinkmangeldermatitis: Hautrötung und Pusteln, besonders im Gesicht, den Fingern und im Anal-, Genitalbereich)AkneEkzemePsoriasisHaarausfallBrüchige, stumpfe und dünne HaareBrüchige NägelWeiße Flecken auf den Nägeln

Hormonelle Symptome

PotenzstörungenVerminderte LibidoUnfruchtbarkeitErhöhte BlutzuckerwerteWachstums- und Entwicklungsstörungen bei Kindern und Jugendlichen

Beeinträchtigungen des Abwehrsystems

Erhöhte InfektanfälligkeitHäufige ErkältungenVermehrt Infektionen und Geschwüre im Mund wie Herpes, Aphthen oder MundschleimhautentzündungenVermehrtes Auftreten von Hautpilzen

Sinnesorgane

Geruchs- und GeschmacksstörungenSehstörungen (wie plötzliche Nachtblindheit)Trockene Augen

Die genannten Symptome können zwar Anzeichen einer Zinkunterversorgung sein, aber auch andere Ursachen haben. Laut DGE ist von einem Zinkmangel auszugehen, wenn sich die Beschwerden nach der Gabe von Zink bessern.

Ursachen

Ernährung

In vielen Fällen sind die Ursachen für Zinkmangel ernährungsbedingt. Vor allem die westliche Ernährungsweise basiert auf industriell gefertigten Lebensmitteln, dem sogenannten Junkfood. Nahrungsmittel dieser Kategorie haben zwar eine hohe Kaloriendichte, enthalten jedoch wenig Vitalstoffe.

Diäten, eine unausgewogene und einseitige Ernährung oder Essstörungen wie Anorexia nervosa können ebenfalls einen Zinkmangel begünstigen.

Überdies sollten Vegetarier und Veganer auf ihren Zinkspiegel achten. Da der Körper Zink aus tierischen Produkten besser verwerten kann als aus pflanzlichen, ist eine ausreichende Zufuhr zinkreicher Nahrungsmittel entscheidend.

Zudem nehmen wir oft Substanzen auf, die die Zinkverwertung behindern. Beispiele dafür sind die bereits erwähnte Phytinsäure, aber auch Phosphate aus Cola oder Limonaden sowie Eisen, Kupfer, Oxalate und Tannine aus verschiedensten Lebens- und Genussmitteln. Darüber hinaus kann Kalzium aus Milch- und Milchprodukten die Zinkaufnahme bremsen.

Zinkmangel durch Vollkornkost?

Vollkornkost verursacht per se keinen Zinkmangel. Neben Phytinsäure enthalten Vollkornprodukte nämlich mehr Zink als Lebensmittel aus Weißmehl. Die DGE gibt den Zinkgehalt in Vollkornbrot mit 1,5 mg pro 100 mg an, in Weißbrot finden sich nur knapp 0,7 mg Zink pro 100 g. Außerdem kann die Bioverfügbarkeit von Zink durch Einweichen oder Keimung von Hülsenfrüchten sowie der Sauerteiggärung bei Vollkornprodukten erhöht werden. [3]

Schlechte Zinkverwertung

Damit der Körper Zink nutzen kann, muss das Spurenelement über den Darm in den Blutkreislauf gelangen. Dieser Vorgang kann durch unterschiedliche Faktoren gestört sein. Dazu gehören chronisch entzündliche Darmerkrankungen (CED) wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa, aber auch Bauchspeicheldrüsenerkrankungen Leberfunktionsstörungen und Zöliakie (eine Unverträglichkeit gegenüber dem Klebeeiweiß Gluten).

Erhöhter Zinkbedarf

In bestimmten Lebenssituationen wird mehr Zink benötigt, zum Beispiel in der Wachstums- und Entwicklungsphase, während einer Schwangerschaft, in Stresssituationen oder bei Leistungssportlern. Ebenso steigt der Zinkbedarf bei Infektionskrankheiten, Krebserkrankungen oder schweren Verbrennungen sowie bei Nikotin- und Alkoholabhängigkeit.

Erhöhter Zinkverlust

Bei einigen Menschen geht Zink über den Urin oder Stuhl verloren. So können beispielsweise Patienten mit Diabetes, Leberzirrhose und Nierenerkrankungen eine erhöhte Menge an Zink über den Urin ausscheiden. Ebenso können bestimmte Arzneimittel – zum Beispiel ACE-Hemmer gegen Bluthochdruck, harntreibende Mittel (Diuretika) oder Cortison – die Zinkausscheidung erhöhen. Bei anhaltenden Durchfällen oder der wiederholten Einnahme von Abführmitteln wird vermehrt Zink über den Stuhl abgegeben.

Auch schwere Verletzungen oder Operationen mit hohem Blutverlust sowie unbemerkte innere Blutungen können zu einem Verlust an Zink führen.

Behandlung

Ernährung

Bei Verdacht auf Zinkmangel sollte zunächst die Ernährung umgestellt und auf eine ausreichende Zinkzufuhr geachtet werden. Zu empfehlen ist eine frische und abwechslungsreiche Kost mit einem genügend hohen Anteil an tierischen Produkten.

Zinkreiche Nahrungsmittel sind unter anderem:

Rotes Fleisch wie Rindfleisch und InnereienFisch und MeeresfrüchteMilch und Milchprodukte (nicht gemeinsam mit Zink-Präparaten einnehmen, da das enthaltene Kalzium die Zinkaufnahme im Darm behindert)Vollkornprodukte auf SauerteigbasisÖlsaaten wie Sesam, Mohn, Kürbiskerne und SonnenblumenkerneNüsse, vor allem Erdnüsse, Walnüsse und PekannüsseLinsen, weiße Bohnen, gelbe Erbsen, Kürbis

Nahrungsergänzungsmittel

Mitunter reicht eine Anpassung der Ernährungsweise nicht aus, um Zinkmangelzustände zu beheben. Dann können zinkhaltige Medikamente oder Nahrungsergänzungsmittel helfen, den Zinkspiegel zu normalisieren. Entsprechende Präparate sind in unterschiedlicher Dosierung und Darreichungsform – zum Beispiel als magensaftgeschützte Tabletten, Dragees, Kapseln oder Braustabletten – erhältlich.

Auf gute Verträglichkeit und hohe Bioverfügbarkeit achten

Bei der Wahl zinkhaltiger Produkte sollte auf eine gute Verträglichkeit und hohe Bioverfügbarkeit geachtet werden. Empfehlenswert sind magenschonende Zinkpräparate, die unversehrt in den Darm gelangen.

Eine besonders effiziente Zinkaufnahme wird erreicht, wenn das Spurenelement an eine Aminosäure gebunden ist, insbesondere an Methionin, Cystein oder Histidin. Ferner werden Zink-Asparaginsäure-Verbindungen (Zinkaspartat) für die Zinksupplementation angeboten.

Noch ein paar Tipps zur Einnahme von Zink:

Zink sollte vorzugsweise nüchtern eingenommen werden.Nach der Einnahme von Zinkpräparaten empfiehlt es sich, eine Stunde auf Nahrung zu verzichten. So stellen Sie eine ausreichende Zinkverwertung sicher.Eisen verringert die Aufnahme von Zink. Eisenpräparate sollten deshalb zwei bis drei Stunden zeitversetzt zur Zinkeinnahme genommen werden.Patienten mit Nieren-, Leber-, Darm- oder Bauchspeichelproblemen, Krebs, Infektionskrankheiten oder Stoffwechselstörungen sollten vor der Zinkeinnahme grundsätzlich einen Arzt befragen.

Überdosierung

Auch für Zinkpräparate gilt, dass sie nicht gedankenlos eingenommen werden sollten. Wird zu viel Zink zugeführt, ist eine Zinkvergiftung möglich. Diese äußert sich zunächst durch Kopfschmerzen und einem metallischen Geschmack im Mund sowie durch Bauchbeschwerden, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall. Bei einer dauerhaft erhöhten Zinkaufnahme sind auch schwerwiegende Komplikationen wie Blutarmut, neuromotorische Störungen, eingeschränkte Immunabwehr bis hin zum Koma möglich. Zudem kann zu viel Zink einen Mangel an Kupfer, Eisen, Chrom oder Mangan fördern.

Empfohlene Dosierung

Gemäß der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) liegt die höchste tolerierbare Gesamtaufnahmemenge von Zink (Upper Limit/UL) für Erwachsene bei 25 mg pro Tag. Diese sollte nicht dauerhaft überschritten werden. [6]

Das Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin bezeichnet maximal 5 Milligramm Zink täglich aus Nahrungsergänzungsmitteln als vertretbar. [7]

Studienlage

Immunabwehr

Den Effekt von Zink auf das Immunsystem konnten amerikanische Forscher in einer Studie an älteren Menschen belegen. Die Mediziner an der Tufts University in Boston (Massachusetts) untersuchten die Wirkung von Zinkpräparaten an Bewohnern von Altenpflegeeinrichtungen. Die 25 Bewohner im Alter von mehr als 65 Jahren wiesen zu Beginn der Studie unzureichende Zinkwerte auf. 13 Teilnehmer erhielten über einen Zeitraum von drei Monaten 5 Milligramm Zink und 12 Bewohner 30 mg Zink pro Tag. In der 5-mg-Gruppe verbesserten sich die Ergebnisse zum Studienende kaum. In der 30-mg-Gruppe konnten die Forscher hingegen um 16 Prozent verbesserte Zinkwerte nachweisen. Gleichzeitig war die Zahl der T-Zellen im Blut gestiegen. [8]

Nutzen von Zink für das Immunsystem

T-Zellen spielen eine wichtige Rolle bei der Abwehr von Infektionen. Die Forscher gehen daher davon aus, dass Zinkgaben das Immunsystem deutlich stärken und dabei helfen, die Sterblichkeit von Altenheimbewohnern durch Infektionen zu senken.

Depressionen

Laut einer kanadischen Metaanalyse haben Patienten mit Depressionen geringere Zinkspiegel als nichtdepressive Kontrollpersonen. Im Schnitt waren die Zinkkonzentrationen bei den depressiven Probanden um etwa -1,85 µmol/L niedriger als in der Vergleichsgruppe. Darüber hinaus korrelierte die Schwere der Depression mit dem Zinkdefizit. Je mehr Zink fehlte, umso stärker ausgeprägt waren die depressiven Symptome. [9]

Quellen

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